

Willst du nicht das ganze Jahr in unserem Internat an der Südspitze Schwedens sein? Mal auf einen Besuch nach Deutschland zu deiner Familie und den alten Freunden? Das ist gar nicht so schwer. Die deutsche Küste ist nur 100 Seemeilen südlich (das sind ca. 180 km). Wenn Du sie besuchen willst, dann schnapp Dir unsere Yacht und los geht es. Nach Rostock dauert es 16 bis 20 Stunden und Du steuerst die Yacht so souverän, wie du es bei uns gelernt hast. Du meinst, das geht nicht, weil du noch so jung bist?
Schau mal auf das Bild und das Mädchen mit dem Tau (dem Seil) in der Hand. Das ist Laura Dekker aus den Niederlanden. Sie fuhr Anfang der 2000er Jahre mit gerade mal 14 Jahren auf ihrem Boot allein. Nicht nach Rostock, sondern um die ganze Welt. Hier erzählt sie in einer Talkshow im deutschen Fernsehen:
Und Du kannst das auch. Du besuchst nämlich eine Segelschule. Natürlich ist das keine Kleinigkeit, es gibt eine Menge Stoff zu lernen, vom Knoten bis zum Navigieren und Funken. Dazu musst du gut in Physik und Erdkunde aufpassen. Aber das tust du ja sowieso 🙂
Und es ist sogar noch etwas schwieriger für dich als für die anderen in der Segelschule, weil du den Unterricht in einer fremden Sprache bewältigen musst. Aber auch dabei helfen wir dir natürlich, denn du bekommst zuhause auch noch Nachhilfe auf Deutsch, damit du auch nichts verpasst.
Die schwedischen Jugendlichen werden dich beneiden, wenn sie hören, dass du mit der Yacht einfach allein Ausflüge über die Ostsee machen und Rostock, Lübeck oder Danzig verunsichern kannst. Da werden eine Menge Deine Freunde sein wollen.
Vielleicht gefällt Dir das Hobby auch so sehr, dass du überlegst, einen Beruf daraus zu machen? Wenn du alle Segelscheine hast, kannst du bei uns auch die erste Berufsausbildung machen, die berechtigt, von Beruf kleine Schiffe zu steuern. Und dann willst Du Seefahrt vielleicht auch studieren und Schiffsoffizierin und zuletzt Kapitänin werden. Ein Beruf, mit dem du gut 10.000 bis 20.000 Euro im Monat verdienen kannst. Und in dem es keine Arbeitslosen gibt. Schon gar nicht als Frau in einem Beruf, in dem immer noch 99 Prozent (!) Männer sind. Jede Reederei hätte gerne weibliche Kapitäne und die Headhunter werden Dich jagen und versuchen, für ihre Reederei zu gewinnen.